Die anhaltende Frankenstärke setzt die Unternehmen, vor allem im Export- und Tourismusbereich, zunehmend unter Druck. Viele sehen sich mit Absatzproblemen und sinkendem Umsatz konfrontiert. Statt jedoch in den oberen Etagen weniger abzukassieren (Leistungsprinzip), werden die Löhne der Arbeiter mittlerer und tiefer Einkommensklassen gedrückt oder die Arbeitszeit für den gleichen Lohn erhöht. Das ist Ausbeutung. Oft wird dabei argumentiert, dass ohne Massnahmen, die sich schliesslich negativ auf den einfachen Arbeitnehmenden auswirken, Arbeitsplätze verloren gingen. Dies stimmt nur insofern, als dass es in der Unternehmensleitung nicht einmal den denkerischen Ansatz zu weniger Profit gibt.

Schluss damit. Die arbeitende Klasse muss sich ihrer Rechte und ihres Werts bewusst werden. Klar ist aber auch, dass ohne greifende Gesetze die Arbeitnehmenden schliesslich immer auf verlorenem Posten stehen werden.

Deshalb mache ich mich stark für einen besseren Kündigungsschutz, einen Mindestlohn, mehr Gesamtsarbeitsverträge und eine starke Gewerkschaftsbewegung; überhaupt für einen stabilen gesetzlichen Rahmen, damit die Arbeitnehmenden nicht der Willkür des Profits ausgesetzt sind.